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News | Aktuelles 2016

  

• Bielefeld 30.10.16

  DRK trauert um Paul Lindsay

• Bielefeld 27.06.16

  Olympischer Spaß für Groß und Klein

• Bielefeld 23.05.16

  Natur pur: Waldwochen in der Kita Abenteuerland

• Bielefeld 21.03.16

  Flauschig-weicher Kükenbesuch

DRK trauert um Paul Lindsay

Immer mittendrin: Bei seinen Kinderkonzerten begeisterte Paul Lindsay temperamentvoll und mit immer neuen Liedern kleine und große Early-English-Fans.

Der Kreisverband Bielefeld des Deutschen Roten Kreuz (DRK) trauert um Paul Lindsay. Der aus Belfast stammende Liedermacher, Komponist, Sänger, Musik- und Englischlehrer ist im Alter von 63 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. „Wir trauern um einen großartigen und charismatischen Menschen, der es wie kein zweiter verstanden hat, Klein und Groß für die englische Sprache zu begeistern. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie“, sagt DRK Kreisgeschäftsführer Ralf Großegödinghaus.

Lindsay entwickelte das Early English Programm, an dem seit 2009  rund 450 Kinder aus allen Bielefelder DRK Kitas teilnehmen. Bundesweit sind es mehr als 5.000 Kinder im letzten Kindergartenjahr, die spielerisch und mit viel Spaß Lieder und erste Redewendungen in englischer Sprache lernen. „English is easy, English is fun“ – der Musiker lebte diesen Leitsatz, dem er auch eines seiner ersten Lieder widmete. Jährlich traf er sich mit den Verantwortlichen in den Kitas – stets dabei seine Gitarre. Bei diesen sogenannten „Brush ups“ griff der Ire neue Ideen, Spiele und Lieder der Erzieherinnen und Erzieher auf und entwickelte diese gemeinsam weiter. „Manchmal haben wir sogar neue Lieder getextet und komponiert“, erzählt Projektleiterin Marita Gelbe-Kruse. „Die Begegnungen mit Paul waren immer inspirierend, einfach großartig“.

Seit 2013 besuchen die angehenden Schulkinder aller DRK Kitas als Höhepunkt und Abschluss des Early English Kurses das Annie und Alex-Musical.  Erzählt wird dabei die spannende Geschichte von Annie und Alex, die bei ihrer Reise durch das Rainbow Land viele Abenteuer erleben und stets die für die Kinder längst vertrauten Lieder im Gepäck haben. In den Jahren 2014 und 2015 gab Lindsay erstmals Kinderkonzerte vor allen kleinen Teilnehmern des Early English Programms. Zuletzt stellte er dort seine neueren, rockigen Lieder vor „weil die Eltern immer dabei sind, wenn die Kinder zu Hause Early English Songs hören“, erzählte Lindsay. In sein letztes Album ließ der sympathische Musiker auch musikalische Elemente der Beatles, von Led Zeppelin oder Elvis Presley einfließen.

Lindsay hinterlässt als Mensch eine große Lücke. Gelbe-Kruses letzter Wunsch gilt aber besonders dem leidenschaftlichen Musiker: „Vielleicht sitzt Paul ja jetzt gerade zwischen David Bowie und Leonard Cohen und genießt einfach die gute Musik“.

Olympischer Spaß für Klein und Groß

Die Vorschulkinder entzünden nach einem feierlichen Einzug das olympische Feuer.
Auch wenn Emma von ihrer Mama beim Mülltonnenrennen ordentlich durchgeschüttelt wird, haben beide einen Heidenspaß.
Mit einem Gang durch das Spalier des Kita-Teams werden die zukünftigen Schulkinder - hier Evra - aus der Kita verabschiedet.

Aufgeregtes Stimmengewirr erfüllt die Halle des Olympiastadions in der DRK Kita Abenteuerland. Unter dem Applaus des begeisterten Publikums marschieren die Vorschulkinder ein. In festlichen Gewändern, die Köpfe gekränzt mit grünen Blättern entzünden sie unter dem donnernden Applaus des begeisterten Publikums das olympische Feuer. Anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten hat das olympische Komitee rund um Kita-Leiterin Yvonne Weinrich ein buntes Paket gespickt mit Kreativität, Athletik und fetzigen Rhythmen geschnürt. Erstmalig als olympisch wird hier und heute die Disziplin „Kita-Mehrkampf“ ausgetragen.

Wegen der sintflutartigen Regenfälle mussten die Wettkämpfe in den Innenbereich des Stadions verlegt und damit die Hallensaison vorzeitig eröffnet werden. Die Sportstätten sind bestens präpariert, das Komitee startet mit dem „Körperteilblues“ das Aufwärmprogramm. Endlich kann es losgehen: Mithilfe der Eltern müssen die Kinder hier nicht nur ihre motorischen und konditionellen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Vielmehr ist eine große Portion Teamgeist gefragt. Überall sieht man Familienteams, die sich angeregt über das beste Vorgehen verständigen. Oft ist es gar nicht so leicht, die richtige Entscheidung zu treffen. Da wird auch einmal bei anderen Teams gespickt.

Während Athleten bei der Disziplin „Zielwerfen“ Bälle oder Sandsäckchen ins Ziel bringen müssen, erfreuen sich andere beim „Dosenwerfen“ am lauten Geschepper abgeworfener Blechdosen. Mit gefüllten Wasserflaschen zwischen den Beinen gilt es, eine Strecke zu bewältigen. Andernorts messen sich die kleinen Sportler beim Sackhüpfen oder Weitsprung. Die Beobachtungen der Zuschauer beim Mülltonnenrennen kommen dagegen einem Blick ins Kuriositätenkabinett gleich: Insbesondere die Väter funktionieren die Plastiktonnen, mit denen sie den Nachwuchs über einen Parcours transportieren müssen, gleichsam zu Rennautos um.

Das eine oder andere Mal kippt die Tonne bei mächtig schiefer Kurvenlage der ehrgeizigen Eltern dann auch um – herausguckt ein etwas verschrecktes, durchgeschütteltes Kind, das prompt eingeladen und in Windeseile bis ins Ziel gebracht wird. Für alle ein Riesenspaß!

Derweil entspannen sich alle, die sich müde gespielt haben oder einfach nur eine kleine Pause genießen wollen, bei köstlichen Fruchtcocktails. Viel zu schnell geht ein fröhlicher Nachmittag zu Ende. Als Preis nehmen die sportbegeisterten Mädchen und Jungen Rita Rennmaus als Fingerpuppe nach Hause. Und weil´s so schön war, tanzen alle noch einmal den Körperteilblues, bevor die Schulkinder das Spalier des Kita-Teams durchschreiten und mit donnerndem Applaus aus der Kita verabschiedet werden.

Natur pur: Waldwochen in der Kita Abenteuerland

Fuchsbau: Alexandra (von links), Alicia und Jamie aus der Fuchsgruppe genießen eine kleine Pause in ihrem Unterstand.
Hin und Her: Mira hat sichtlich Spaß beim Schaukeln unter den Bäumen.
Eins, zwei, drei, vier: Selin (von links), Alina, Medina und Sophie reiten auf einem Baumstamm.

Lautes Kinderlachen, Spiel und Spaß in freier Natur: „Ab in den Wald“ hieß es drei Wochen lang jeden Morgen in der DRK Kita Abenteuerland. Erstmalig fanden für die ein- bis sechsjährigen Kinder Waldwochen statt. In dieser Zeit lernten sie einiges über Mutter Natur. Am Ende waren sich alle einig: Im Wald zu spielen, macht viel mehr Spaß als mit Lego, Playmobil und Co.

Drei Kita-Gruppen, rund 50 Kinder, insgesamt 12 Begleitpersonen aus der Kita – logistisch war das erste Waldprojekt für die Kita eine Herausforderung, die über Wochen geplant wurde. Verbindliche Regeln für das Verhalten im Wald gehörten genauso dazu wie Informationen über die richtige Kleidung. Täglich wurden Bollerwagen mit Wasserkanistern, Verbandsmaterial, Wickelunterlagen, Planen, Seilen, Büchern, Becherlupen und allerlei anderem Spielmaterial beladen. Jedes Kind trug seinen Rucksack gefüllt mit Frühstück, Trinkflasche, Wechselwäsche und nach Bedarf Windeln.

Nach einem Fußmarsch in das nahe gelegene Waldstück am Bullerbach stärkten sich die Kinder erst einmal mit einem ausgiebigen Frühstück, bevor sie die Umgebung erforschten. Was kann man nicht alles im Wald erleben: Die Jungen und Mädchen bauten Schaukeln, Wippen, Tipis und Unterstände. Sie kletterten auf Bäume und hängten sich an ihre Äste. Wie fühlt sich Baumrinde an, kann man einen Baum wachsen hören? Mit Stöcken, Tannenzapfen, Farnen und Blumen wurden Mandalas gelegt, selbst gefundene Klanghölzer aufgehängt, allerlei Kriech- und Krabbelgetier untersucht.

Der Fantasie der Kinder waren keine Grenzen gesetzt. „Bei einigen mussten wir zu Beginn der Waldwoche noch Ideen liefern, was man im Wald so alles machen kann“, erzählt Kita-Leiterin Yvonne Weinrich. Ein festes Programm gab es trotzdem während der Waldwoche nicht. „Es ging darum, den Wald mit all seinen Möglichkeiten hautnah kennenzulernen“. Gerade Stadtkinder hätten selten Zugang zu großen Naturflächen, auf denen sie unbeschwert und frei spielen können. Oft bliebe nur der Spielplatz als Anlaufstelle an der frischen Luft, sagt Weinrich.

„Daher ist es wichtig, den Kindern Gelegenheit zu bieten, sich in der freien Natur untereinander und mit der Vielfalt im Wald auseinander zu setzen."

Am Ende ihrer Waldwoche luden die Kinder die Eltern zu sich in den Wald ein, um ihnen zu zeigen, was sie alles gespielt und gebaut hatten. „Viele Kinder waren wie ausgewechselt“, freut sich Weinrich. Grund genug dafür, dass die Waldwochen im Abenteuerland sicher keine einmalige Aktion gewesen sein wird. „Kein noch so raffiniertes Spielzeug, kein noch so perfekter Naturfilm, kein Kinderzimmer und keine Turnhalle ersetzen die Erfahrungen, die Kinder im Wald machen können“.

Flauschig-weicher Kükenbesuch

Nicht alle Küken sind gelb: Hier präsentiert sich ein junges Seidenhuhn-Küken.
Ist das weich: Ganz vorsichtig nimmt Sultan das Küken auf die Hand.
Volle Aufmerksamkeit: Offensichtlich genießt das Küken die Streicheleinheiten.

Drei Tage lang waren Mickey, Mila, Macki, Cleo, Piepsi, Snoopy und Blondie die unangefochtenen Stars in der DRK Kita Abenteuerland. So wurden die nur wenige Wochen alten Küken, die vor Ostern in der Einrichtung zu Gast waren, von den Kindern getauft. Die tierischen Mitbewohner hatte die Kita dem Vorsitzenden des Rassegeflügelzuchtvereins Brackwede Bernd Rüdiger Kösters zu verdanken. Er brachte die drei Seidenhuhn- und fünf Australorps-Küken in ihr vorübergehendes Domizil. Nach einer Kurzeinführung in Sachen Futter und Unterbringung für die drei von Kita-Leiterin Yvonne Weinrich eigens ernannten „Küken-Beauftragten“ überließ Kösters seine Schützlinge der Obhut der Erzieherinnen und Kinder.

Letztere konnten es kaum erwarten, die Jungtiere in die Hand zu nehmen und zu streicheln. „Sind die süß“, „das ist weich“ oder „das ist kuschelig“ – die Kinder waren von dem flauschigen Federvieh kaum zu trennen. „Dabei stellten sie aber auch fest, was die meisten vorher nicht wussten“, sagt Kita-Leiterin Yvonne Weinrich. „Es sind nicht alle Küken gelb. Die Farbe richtet sich nach der jeweiligen Rasse“. Damit es für die Küken nicht zu stressig wurde, gab es feste Ruhezeiten, in denen sie sich von dem Trubel erholen konnten. Dann kuschelten sie sich in ihrem eigens eingerichteten Pappkarton unter der Wärmelampe gemütlich aneinander. Einmal täglich sorgten die Kinder mit speziellem Kükenaufzuchtfutter, geriebener Möhre und frischem Wasser für das leibliche Wohl des tierischen Nachwuchses.

Besonders angetan von den weichen Flaumbällchen waren die unter dreijährigen Mädchen und Jungen der Mäusegruppe. Täglich bekamen sie im Morgenkreis Besuch von zwei Küken. Verständlich, dass hier der Abschiedsschmerz besonders groß war, als die Gäste am Ende der Woche wieder die Heimreise antraten. „Noch Wochen später waren die Küken das Thema Nummer eins bei unseren Kleinsten“, erzählt Weinrich. Aber der Abschied ist nicht für immer. Im Herbst gibt es ein Wiedersehen bei der Geflügelzuchtausstellung.